Die gefährlichste Phase einer Messe ist nicht die Messe, sondern der Aufbau. Dort wird gehoben, gefahren und in der Höhe gearbeitet, oft unter Zeitdruck und mit mehreren Gewerken auf derselben Fläche. Genau dieser Teil bekommt bei uns in Stuttgart die meiste Vorbereitung.
Das heißt nicht mehr Formulare, sondern feste Abläufe: wer welches Gerät fährt, welcher Bereich wann gesperrt ist, in welcher Reihenfolge gehoben wird und wer die Schicht verantwortet. Diese Punkte stehen fest, bevor der erste Lkw an der Rampe steht, und sie gelten für den Standbau genauso wie für Technik und Personal.
Sicherheit klingt nach Bremse und wirkt wie ein Zeitplan. Ein gesperrter Bereich verhindert, dass zwei Gewerke gleichzeitig an derselben Stelle stehen. Eine Unterweisung am Morgen verhindert die Frage am Nachmittag, wer zuständig war. Beides spart mehr Zeit, als es kostet, und beides fehlt genau dann, wenn es eng wird.
Wir arbeiten deshalb mit festen Abläufen statt mit Hinweisen im Vorbeigehen. WMG Event Support ist eine Division der World Wide Mobility Group. Andere Betriebe dieses Verbunds bewegen jeden Tag schwere Technik in Gebäuden, und dort gilt derselbe Grundsatz: erst absichern, dann anheben. Auf einer Stuttgarter Messefläche ändert sich daran nichts.
Die Rückfragen aus Stuttgart betreffen meistens Geräte, Freigaben und die Frage, wer am Ende unterschreibt. Hier stehen sieben Antworten dazu, ohne Paragrafen und ohne Zusagen, die niemand halten kann.
Nur wer dafür ausgebildet ist. Hubarbeitsbühne, Stapler und Hebezeug bedienen bei uns ausschließlich Leute mit der passenden Qualifikation, und wo eine Bescheinigung verlangt wird, kommt sie von einer zugelassenen Stelle und nicht von uns. Dasselbe gilt für die Veranstaltungstechnik, wenn in der Höhe gearbeitet wird.
Ja, nach Prüfung und Freigabe. Die Berechnung und die Abnahme einer solchen Konstruktion macht ein zugelassener Prüfer, wir setzen sie um und stellen die Crew. Wie weit der Messebau dabei geht, klären wir vorab, damit niemand mit einer Erwartung arbeitet, die nicht abgedeckt ist.
Nie spontan. Gewicht, Schwerpunkt, zulässige Bodenbelastung und die Hebepunkte werden vorher geklärt, und die Bewegung läuft nach einer Reihenfolge, die alle Beteiligten kennen. Unsere Messecrew sperrt den Weg dafür ab, statt zwischen Besuchern zu rangieren.
Wir stellen sie. Helme, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und wo nötig Auffanggurte gehören bei uns zur Ausrüstung der Crew und nicht zur Eigenverantwortung des Einzelnen. Wer ohne kommt, bekommt sie, statt ohne zu arbeiten.
Auf der Aufbaufläche ja, und wir sagen das vorher deutlich. Ihre eigenen Leute bekommen dieselbe Unterweisung und dieselben Regeln wie unsere Hostessen und unser Standpersonal, sonst funktioniert eine Absperrung nicht. Während der Messe selbst gelten wieder Ihre Abläufe.
In der Planung ja, auf der Fläche selten. Was Zeit kostet, sind Unterbrechungen, Nacharbeit und die Diskussion darüber, wer etwas freigeben durfte. Welche Leistungen in einem Aufbau zusammenkommen, steht gebündelt unter Event Support.
Ja. Bühne, Rigging und Aufbau laufen dort nach denselben Regeln, oft mit mehr Publikum und weniger Zeit. Unsere Konzert- und Live-Crew arbeitet genau so, und wer parallel weiter nördlich ausstellt, findet dieselbe Arbeitsweise in Köln.
Schicken Sie uns die Standzeichnung, das Gewicht der Exponate und das Aufbaufenster. Sie bekommen einen Ablauf mit Gerätebedarf, Absperrungen und Schichten, und eine benannte verantwortliche Person für jeden Aufbautag in Stuttgart.